Zulassung durch Landesverbände der Krankenkassen

Wichtig in diesem Zusammenhang: Wegen der räumlichen Voraussetzungen der gesetzlichen Krankenkassen sollten Sie die anliegenden Unterlagen frühzeitig – jedenfalls vor Beginn der Standortauswahl – prüfen.

Die Niederlassung mit einer eigenen Praxis erfordert in jedem Fall die Zulassung durch die Landesverbände der Krankenkassen. Für die Zulassung müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:

  1. Skizze der Praxisräume: Die Landesverbände benötigen eine Skizze der Praxisräume mit Raummaßen. Mit Hilfe einer Skizze weist der Gründer die Eignung seiner Praxisräume nach (§ 124 Abs. 2 Nr. 2 SGB V). Dabei müssen bestimmte räumliche Anforderungen wie Gesamtfläche, Raumgröße, Funktion (Wartezimmer, Toilette), behindertengerechter Zugang usw. erfüllt sein.
  2. Bestätigung der Anmeldung der Praxis beim Gesundheitsamt.
  3. Gesundheitszeugnis des Therapeuten/Unbedenklichkeitserklärung des Hausarztes.
  4. Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.
  5. Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung
  6. Polizeiliches Führungszeugnis
  7. Beglaubigte Kopie des Berufszertifikates
  8. Verträge
    Gesellschaftsvertrag, wenn es sich nicht um ein Einzelunternehmen handelt.
  9. Mietvertrag
  10. Anerkenntniserklärungen
    Anerkenntniserklärungen der Verträge zwischen Leistungserbringer und Krankenkassen (werden bei der Abnahme vom Praxisprüfer mitgebracht).
  11. IK-Nr. (= Institutionskennzeichen)
    Es regelt das Abrechnungprozedere im Gesundheitswesen. An Hand der IK-Nummer ist jeder Leistungserbringer im Gesundheitswesen schnell zu identifizieren und einem Leistungsbereich zuzuordnen. Auch die Abrechnungskontrolle hat sich durch diese Nummernvergabe immens verbessert. Die IK Nummer wird von der SVI – Sammel- und Verteilungsstelle IK der Arbeitsgemeinschaft Institutionenkennzeichen vergeben.
  12. Patientendokumentation (in einem abschließbaren Schrank)
    Die Vorlagen zur Dokumentation sind an Hand von Karteikarten oder durch ein PC-Programm nachzuweisen.

Über welche Ausstattung die Praxen im Einzelnen verfügen müssen, haben die Spitzenverbände der Krankenkassen für die einzelnen Heilmittelberufe absichtlich sehr offen formuliert, um den Therapeuten möglichst viel Gestaltungsfreiheit zu lassen. Auch existieren keine Mengenangaben oder Größen der einzelnen Ausstattungsgegenstände. Hinweise über die Pflichtausstattung von Praxen erhalten Existenzgründerinnen und -gründer bei ihren Berufsverbänden, über Fachbücher oder über die Landesverbände der Krankenkassen.

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