Benchmarking Physiotherapeuten-Praxis

Benchmarking in der Physiotherapeuten-Praxis

Was ist Benchmarking?

Der Begriff „Benchmarking“ wird auf unterschiedlichste Art und Weise definiert und angewendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch handelt es sich bei einer „Benchmark“ um etwas, nach dem gestrebt werden sollte, um einen Bezugspunkt. Für Sie als Physiotherapeut könnte dies zum Beispiel der beste Konkurrent der Stadt sein, der „best in class“. Mit ihm sollten Sie sich vergleichen, wenn Sie das Optimum Ihres Leistungsangebots erreichen wollen, um am Ende vielleicht sogar selbst der „best in class“ zu sein.

Welchen Nutzen bietet Benchmarking?

Aus unserer Sicht sollte Benchmarking nicht überbewertet werden. Schließlich ist jede Praxis einzigartig. Es ist jedoch zumindest ein Anhaltspunkt, wo Ihre Praxis steht. Es hilft dabei, in der Praxis neue Impulse zu setzen und sich mit den selbst gesetzten Zielen zu beschäftigen. Kontinuierliche Verbesserungen durch das In-Frage-Stellen des Status quo sowie die Absicherung durch den Beweis, dass es bei anderen funktioniert, sind so möglich. Mögliche Fragen auf dem Weg zur Steigerung der Umsätze könnten sein:

  • Welche Verbesserungsmaßnahmen und Ideen lassen sich in meiner Praxis erreichen?
  • Welche Anforderungen sind dabei zu berücksichtigen?

Und wer hilft Ihnen dabei, den wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen? Der Patient selbstverständlich. Er allein sorgt für den wirtschaftlichen Erfolg und sichert jeden einzelnen Arbeitsplatz in der Praxis. Dafür hat er jedes Recht, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Respekt und eine optimale Behandlung zu erhalten.

Worin unterscheidet sich Ihre Physio-Praxis von anderen?

Oder wie ich gerne zu sagen pflege: Die richtigen Fragen stellen.

Wie hilft uns nun Benchmarking, den Patienten noch besser wahrzunehmen und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein? Die physiotherapeutische Praxis als Dienstleistungsunternehmen ist gut beraten, sich entweder in anderen Praxen, in anderen Fachrichtungen oder aber in branchenunabhängigen Dienstleistungsunternehmen umzusehen. Sogar gute Hotels als klassische Dienstleister können mit in die Betrachtung einbezogen werden, um einiges über den idealen Empfang oder auch die Annahme von Telefonanrufen zu erfahren.

Es ist immer gut, seinen Markt und seine Wettbewerber zu kennen, um herauszufinden, worin man sich von anderen physiotherapeutischen Praxen unterscheidet. Der folgende Fragenkatalog soll Ihnen bei der Selbstanalyse helfen.

Die beiden entscheidenden Fragen sind:

  1. Warum kommen die Patienten zu mir?
  2. Warum sollen sie immer wieder kommen?

Beobachten Sie den Markt:

  • Gibt es neue Trends in der Physiotherapie?
  • Gibt es neue Behandlungsmethoden?
  • Wie groß ist die Anzahl der Bewohner im Praxiseinzugsgebiet?
  • Welche mögliche Zielgruppen bieten sich mir?
  • Gibt es veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen?

Beobachten Sie Ihre Wettbewerber:

  • Welche Anzahl an Wettbewerbern gibt es?
  • Wie hat sich die Anzahl der Wettbewerber in den vergangenen fünf Jahren verändert?
  • Was bieten die anderen Physiotherapeuten für Leistungen an?
  • Welche Spezialisierungen haben diese Therapeuten?
  • Wie viele Mitarbeiter sind bei den Konkurrenten beschäftigt?
  • Durch welche Werbeaktivitäten fallen die Wettbewerber auf?
  • Werden Kooperationen gepflegt?

Gibt es noch andere Praxen oder Dienstleistungsunternehmen, die im weiteren Sinne als Wettbewerber betrachtet werden können?

  • Masseure, die auch Lymphdrainagen anbieten?
  • Ergotherapeuten?
  • Sportvereine (zum Beispiel Wirbelsäulengymnastik)?
  • Fitnessstudio?

Führen Sie eine Selbstbetrachtung durch:

  • Wie hat sich mein Einkommen innerhalb der vergangenen fünf Jahre verändert?
  • Wie hat sich die Anzahl der Verordnungen verändert?
  • Wie hat sich das eigene Leistungsangebot verändert, was wird mehr angenommen, was weniger?
  • Wie hoch ist die Zahl der Stammpatienten – ist diese stabil geblieben oder besteht eine hohe Fluktuation?
  • Wie hat sich die Zahl der Privatpatienten gegenüber den Kassenpatienten verändert?
  • Welche Patiententypen kommen in die Praxis (alte/junge/chronisch kranke/Sportler)?
  • Welche Patienten würde ich gerne erreichen?
  • Passen das Ambiente, die Ausstattung und mein Angebot zu meinen Wunschpatienten?
  • Wie motiviert sind die Patienten, selbst in ihre Gesundheit zu investieren?
  • Welche Art von Praxismarketing bzw. Werbeaktivitäten pflege ich in der Praxis?
  • Besitze ich eine eigene Internetseite?
  • Gibt es Möglichkeiten der Kooperation mit ärztlichen Praxen, um auf meine Praxis aufmerksam zu machen?

Aus diesen Betrachtungen ergibt sich eine Vielzahl von Informationen, die ein gewisses Risiko erkennen lassen, aber durchaus auch Chancen bieten, die Zukunft auf „Erfolg“ zu stellen. Sie können den Fragenkatalog auch mit eigenen Fragen anreichern.

 

Wir, die Physio-Berater helfen Ihnen dabei, an die nötigen Informationen zu kommen, diese auf Sie zu übertragen und einen entsprechenden Maßnahmenkatalog aus diesen Informationen zu erstellen. Sprechen Sie uns gerne an. 

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