Branchenkennzahlen von Physiotherapie- und Massagepraxen

 Vergleichen Sie Ihre Branchenkennzahlen mit den Mitbewerbern

 

KennzahlZentralwertDurchschnittswerte
Eigenkapitalquote0,4 %0 bis 40,2 %
Anlagendeckung75,5 %22,2 bis 141,2 %
Kurzfristige Liquidität28,3 %8,1 bis 83,5 %
Dynamischer Verschuldungsgrad2,1 Jahre0,7 bis 6,4 Jahre
Debitorenlaufzeit20,3 Tage4,9 bis 32,3 Tage
Gesamtkapitalumschlag2,0-mal1,0 bis 3,5-mal
Bankverbindlichkeiten50,1 %9,7 bis 81,0 %
Kurzfristige Verschuldung30,1 %14,9 bis 52,2 %
Investitionsquote1,2 %0,3 bis 3,6 %
Anlagenintensität31,1 %12,6 bis 60,0 %
Cashflow 1*111,9 %34,7 bis 335,6 %
Cashflow 2**50,6 %16,5 bis 167,6 %
Personalaufw. (betriebsgrößen- abhängig)36,2 bis 50,5 %44,0%
 Personalaufw. 0,1 bis 0,25 Mio. €
36,2 % 
Personalaufw. 0,25 bis 0,50 Mio. €
43,4 % 
Personalaufw. 0,5 bis 2,5 Mio. €
50,5 % 
Zinsaufwand
 1,9 %
Mietaufwand
 8,7 %
Abschreibungsaufwand
 2,9 %
Sonstige Kosten
 25,5 %
Umsatzrentabilität (Umsatz bis 250 T€)
 26,1 %
Umsatzrentabilität (Umsatz bis 500 T€)
 19,8 %
Umsatzrentabilität (Umsatz bis 2.500 T€)
 13,8 %
Durchschnittliche Umsatzrentabilität
 17,0 %
*Cashflow in Prozent des kurzfristigen Fremdkapitals ** Cashflow in Prozent des Fremdkapitals minus flüssige Mittel
Quelle: Branchenreport der Sparkassen Finanzgruppe 2011

Laut Branchenbrief der VR-Bank gibt es rund 27.000 Physiotherapiepraxen in Deutschland. Rund 30 Prozent der Praxen setzen unter 100.000 Euro um, 27 Prozent der Praxen verdienen mehr als 250.000 Euro und 15 Prozent der Praxen beschäftigen zehn und mehr Mitarbeiter.

Der Bedarf an Physiotherapie steigt seit Jahren an. Rund sieben bis acht Milliarden Euro im Jahr werden für Physiotherapie ausgegeben. Den Großteil tragen die Krankenkassen. Aber auch immer mehr Menschen sind mittlerweile bereit, bestimmte Kosten selbst zu tragen.

Analysieren Sie Ihren Wettbewerb

Die entscheidende Frage lautet: Wie ist der konkrete Wettbewerb in Ihrer Region? Und wie wollen Sie sich unterscheiden? In der Physiotherapie gibt es viele Spezialfelder. Sie können also in bestimmten Bereichen einen Schwerpunkt legen und Ihr Marketing aktiv darauf zuspitzen.

Hierzu zählen zum Beispiel Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Massagetherapie oder Manuelle Lymphdrainage. Entscheidend ist hier auch, mit welchen Verordnungen hohe Gewinne erzielt werden können.

Scheuen Sie sich nicht davor, bewusst auf das Thema „Gewinne“ zu schauen. Auch wenn Sie als Physiotherapeut in erster Linie Menschen helfen wollen, müssen Sie darauf achten, genug Umsatz zu generieren.

 

Kalkulationshilfen als Ableitung aus den Branchenvergleichen

Durchschnittsumsatz

  • rund 175.000 EUR je Praxis (2016 destatis *)
  • rund 125.000 EUR je zugelassenem Physiotherapeuten (2016 GKV-HIS)

*) Dieser Wert ergibt sich für umsatzsteuerpflichtige Praxen von Masseuren und Krankengymnasten sowie freiberufliche Hebammen u.ä. Berufe aus dem Gesundheitsbereich.

Die detaillierte Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2014 ergibt für Masseure und Krankengymnasten folgende durchschnittliche Umsatzwerte:

Umsatz

  • Branche / je Praxis rund 207.000 EUR
  • Branche / je tätige Person rund 32.000 EUR
  • Praxen bis 9 Beschäftigte *) rund 151.000 EUR
  • Praxen bis 9 Beschäftigte / je tätige Person rund 33.000 EUR
  • Kleinpraxen bis 100.000 EUR Jahreseinnahmen rund 63.000 EUR
  • Kleinpraxen / je tätige Person rund 22.000 EUR*) inkl. Inhaber

Dabei gibt es in einer Durchschnittspraxis im Schnitt 6,5 Vollzeitstellen; dies sind insgesamt mehr Mitarbeiter, denn fast die Hälfte ist teilzeitbeschäftigt. In umsatzschwächeren Praxen bis 100.000 EUR Jahresumsatz gibt neben dem Inhaber im Schnitt zwei Vollzeitstellen.

Kosten und Ertrag

Aus der erwähnten Erhebung liegen auch Daten zum Aufwand für die Praxis und den Ergebnissen vor (2014, in % des Umsatzes):

DurchschnittPraxen bis 100.000 EUR Umsatz
Personalkosten39,7 %29,6 % v. Umsatz
Miete / Pacht8,6 %12,5 % v. Umsatz
externe Dienstleistungen 3,5 %1,2 % v. Umsatz
Materialeinsatz 1,1 %1,7 % v. Umsatz
Sonstiger Aufwand 12,6 %14,9 % v. Umsatz

Das Ergebnis vor Steuern, von dem die persönlichen Abgaben wie auch die Vorsorgeaufwendungen zu bestreiten sind, betrug im Schnitt 34,5 %. Bezogen auf die oben genannten Durchschnittsumsätze erwirtschaft eine Praxis im Schnitt demnach rund 71.000 EUR im Jahr, eine Kleinpraxis bei einem Ergebnis von durchschnittlich 40,1 % etwa 25.000 EUR.

 

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